Bildungsgang Grundschule
Verschiedene pädagogische Unterrichtsmethoden und Unterrichtsformen helfen unseren Schülern beim Erlangen in den Rahmenlehrplänen der Grundschule aufgeführten Kompetenzen. Aus dem individuellen Förderplan ergeben sich spezielle Ziele und Inhalte für jeden Schüler. Während des Frontalunterrichts steuert die Lehrkraft Unterrichtsgespräche und Interaktionen, um Grundwissen zu einem Thema zu vermitteln.
Die Wochenplanarbeit, die Freiarbeit, das Lernen an Stationen sowie innerhalb von Projekten ermöglichen unseren Schülern, ihrem Leistungsstand entsprechend, Aufgaben aus verschiedenen Lernbereichen allein, mit einem Partner oder in der Gruppe zu bearbeiten. So lernen die Kinder zu planen und selbstständig zu kontrollieren.
Im jahrgangsübergreifenden Lernen bearbeiten Schüler unterschiedlicher Altersgruppen ein Thema oder auch verschiedene Themen, lernen von Älteren und helfen Jüngeren.
Im Stuhlkreis erzählen Lehrer und Schüler von Erlebnissen oder können Neuigkeiten und Probleme ansprechen.
Im Unterricht aller Fächer und auch im Förderunterricht arbeiten unsere Schüler an der Erweiterung des Wortschatzes. Wörter werden mit der entsprechenden Gebärde verbunden, sodass die Verständigung untereinander auf verschiedene Weise ermöglicht wird.
Viele Anschauungsmaterialien helfen den Schülern, Inhalte besser zu durchdringen.
Aus den Rahmenlehrplänen der Grundschule ergeben sich Besonderheiten der Klassenstufen 1/2, 3/4 sowie 5/6.
Anders als an Regelschulen gibt es im Bereich "Hören" das Unterrichtsfach Hörgeschädigtenkunde. In diesem Fach sollen die Schüler mehr über sich selbst, ihre Schädigung, Möglichkeiten der Kompensation, technische Hilfsmittel, gesetzliche Bestimmungen und vielfältige unterstützende Maßnahmen erfahren. Dieses Fach wird in der ersten Klasse integrativ und ab der zweiten Klasse mit einer Wochenstunde unterrichtet.
Die Klassen im Bereich "Sprache" sind Durchgangsklassen. Die Schüler mit diesem sonderpädagogischen Förderbedarf für den Schwerpunkt "Sprache" sollen während ihrer Verweildauer in der Schule so gefördert werden, dass sie erfolgreich am gemeinsamen Unterricht teilnehmen können. Erziehung, Sprachtherapie und Unterricht sind als Einheit zu verstehen. Das Klassenlehrerprinzip sowie die Realisierung sprachheilpädagogischer und logopädischer Grundsätzen (z.B. Einsatz des phonembestimmten Manualsystems, kommentierendes Schreiben) sind Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit.
Klassenstufe 1/2
Im Erstleseunterricht lernen die Kinder die Buchstaben in Verbindung mit dem Fingeralphabet, d. h. jeder Buchstabe der Schriftsprache wird gemeinsam mit dem Handzeichen des Fingeralphabets vermittelt. So fällt es leichter, sich die Buchstaben einzuprägen und die Buchstaben beim Lesen zu Wörtern zu verbinden. Im Mathematikunterricht werden in Klasse 1 die vorschulischen Erfahrungen der Kinder vom Lehrer aufgegriffen. In den Klassen 1 und 2 sind folgende Themenfelder miteinander verknüpft:
- Form und Veränderung
- Zahlen und Operationen
- Größen und Messen
- Daten und Zufall
Klassenstufe 3/4
Im Deutschunterricht wenden die Schüler ihre erworbenen Lese- und Schreibfertigkeiten an und vertiefen diese weiter. Kenntnisse über Wortarten und Satzstrukturen werden vermittelt. Besonderer Wert wird auf die Sinnentnahme gelesener Texte gelegt.
Im Mathematikunterricht erweitern die Schüler ihre Kenntnisse im Bereich der Grundrechenarten um die schriftlichen Verfahren. Der Zahlenraum wird bis auf 1.000.000 erweitert. Das Erkennen, Beschreiben und Konstruieren geometrischer Figuren wird geübt.
Der Unterricht wird erweitert um das Fach Englisch. Spielerisch und mit Hilfe vielfältiger Methoden lernen die Kinder Vokabeln nun auch schriftsprachlich kennen. Das Bilden einfacher Sätze wird geübt.
Die Anschauung während der Vermittlung und Festigung der Lerninhalte spielt auch in den Klassen 3 und 4 eine tragende Rolle.
Im Rahmen des Sportunterrichtes erlernen die Schüler in Klasse 3 das Schwimmen.
In den Fächern Deutsch und Mathematik nehmen die Schüler an den zentralen Vergleichsarbeiten teil.
Klassenstufe 5/6
In den Klassen 5 und 6 beginnt der Fachunterricht in den Fächern Erdkunde, Geschichte, Lebensgestaltung- Ethik- Religionen, Politische Bildung, Biologie, Physik und Wirtschaft- Arbeit- Technik. Diese zwei Unterrichtsjahre stellen praktisch den Übergang zur Sekundarstufe I dar.
Neben bekannten und vertrauten Arbeits- und Unterrichtsformen nimmt der Anteil wissenschaftlicher Arbeitstechniken, zum Beispiel Experimente und Referate, zu. Spielerische Elemente im Unterricht haben bei steigenden Anforderungen dennoch einen wichtigen Stellenwert.
Am Ende der 6. Jahrgangsstufe erhalten alle Schülerinnen und Schüler ihr Grundschulgutachten. Sie haben dann die Möglichkeit, bis zum Abschluss der 10. Klasse an unserer Schule oder ab Jahrgangsstufe 7 an einer anderen weiterführenden Schule zu lernen.