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Kooperation Klaper

Märkische Allgemeine 10.03.2010
Soziales: Das Ohr als Tor zur Seele

POTSDAM / INNENSTADT - Seit gut 15 Jahren bereits arbeitet die Wilhelm-von-Türk-Schule am Schlaatz mit den Hörgeräte-Akustikern der Potsdamer Firma Klaper zusammen - gestern nun wurde ein offizieller Kooperationsvertrag unterzeichnet, mit dem der sonderpädagogische Förderschwerpunkt "Hören" an der Schule weiter gestärkt werden soll.

Anton, Marcel, Ronja und andere Mädchen und Jungen der 4. Klasse umrahmten die Unterzeichnung mit Spielszenen, Liedern, eigenen Geschichten vom Hören und mit akustischen Rätseln. Mit Worten und Gebärden waren es oft ganz persönlich geprägte Einblicke in ihre Welt des Hörens und Nicht-Hörens. Etwa mit der Geschichte von dem ins Tierheim abgeschobenen "Hund, der nie hören wollte", bis endlich jemand merkte, dass er gar nicht hören konnte und ein Hörgerät brauchte.

Für die Kinder war es sicht- und hörbar weit mehr als ein Pflichtprogramm. Zwischen den Akustikerinnen und ihnen sind über die Jahre enge persönliche Beziehungen gewachsen. Zwei Mitarbeiterinnen von Julia Klaper sind jeden Mittwochvormittag in der Schule, erstellen Hörkurven, warten Geräte, erneuern Schläuche, Batterien oder Ohrpassstücke. Sie ersparen so Eltern wie Kindern viele Wege und sind als verlässliche Berater vor Ort. "Frau Klaper und ihre Mitarbeiterinnen sind Technikexperten und Psychologen zugleich. Sie sorgen dafür, dass das Ohr als Tor zur Seele funktioniert", würdigte Schulleiterin Uta Kapp die für die Arbeit mit Kindern ausgebildeten Pädakustikerinnen, die auch Lehrerfortbildungen, Elternseminare und Eltern-Kind-Kurse mitgestalten. khi